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Mundatmung oder Nasenatmung? Die unterschätzten Folgen für deine Gesundheit

  • Autorenbild: Marion Kiener
    Marion Kiener
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Minuten

Mundatmung oder Nasenatmung

Von der Natur aus ist die Nase zum Atmen da und der Mund zum Essen, Trinken und Sprechen. Trotzdem wird geschätzt, dass bis zu 30–50 % der Erwachsenen überwiegend durch den Mund atmen – viele sogar unbewusst. Chronische Mundatmung kann weitreichende Folgen für die Gesundheit, den Schlaf und das Nervensystem haben. Warum atmen so viele Menschen, auch Kinder, über den Mund? Und welche Folgen hat chronische Mundatmung für unsere Gesundheit? In diesem Artikel erfährst du, warum Nasenatmung so wichtig ist.

Warum chronische Mundatmung problematisch ist


Aktiviert den Sympathikus (Stressmodus unseres Körpers)

Erhöht das Risiko für Schnarchen und Schlafapnoe

Fördert eine oberflächliche Brustatmung

Mundgeruch, Karies und Zahnfleischerkrankungen


Inhaltsangabe


Ursachen für chronische Mundatmung bei Erwachsenen und Kindern


  • Durch chronischen Stress oder Traumata kann sich eine chronische Mundatmung entwickeln.

  • Wenn die Eltern viel durch den Mund atmen, übernehmen Kinder dieses Atemmuster häufig.

  • Mundatmung kommt häufig bei Personen vor, deren Nasengänge blockiert oder eingeschränkt sind, z.B. durch eine verkrümmte Nasenscheidewand oder ähnliches.

  • Auch Allergien führen häufig dazu, dass Menschen eher durch den Mund als durch die Nase atmen.

Negativspirale: Je mehr wir durch den Mund atmen, desto weniger kann unsere Nase ihre Aufgabe erfüllen. Dadurch verliert sie zunehmend ihre Funktion und wir atmen immer häufiger durch den Mund. So entsteht chronische Mundatmung.

Folgen von chronischer Mundatmung für deine Gesundheit


  • Einatmen von ungefilterter, schlecht befeuchteter Luft in die Lunge

  • Mehr Luft strömt über den Rachen in die Lunge. Dies kann Problem der chronischen Überatmung führen.

  • Die Mundatmung ist mit unserem Nervensystem verbunden und aktiviert den Sympathikus, was Stress im Körper auslöst.

  • Fördert eine oberflächliche Brustatmung

  • Die Brustatmung kann zu einer vermehrten Aktivität der Atemhilfsmuskeln führen, was Nackenverspannungen begünstigt.

  • Erhöhte Atem- und Herzfrequenz

  • Fördert Schlafprobleme wie Schnarchen und Schlafapnoe

  • Mundgeruch, Karies und Zahnfleischerkrankungen

  • Kann zu einer Verformung des Gesichtsschädels und des Kiefers führen (bei Kindern führt es zu einer Beeinträchtigung der gesunden Entwicklung)

  • Führt zu einer falschen Position der Zunge im Mund.

  • Funktionsstörungen der Muskeln im Kiefer- und Lippenbereich

  • Der Mund hat keinen Zweck oder Nutzen für unsere Atmung!


Warum Nasenatmung gesünder ist – alle Vorteile im Überblick


  • Die Luft wird erwärmt, gefiltert und befeuchtet, bevor sie in die Lunge gelangt.

  • Ermöglicht langsameres Atmen durch den Widerstand in den Nasennebenhöhlen.

  • Durch die Nasenlöcher strömt weniger Luft, dies führt zu einer höheren Co2-Toleranz.

  • Die Nasenatmung ist mit unserem Nervensystem verbunden und aktiviert den Parasympathikus. Dieser beruhigt und entspannt den Körper, verlangsamt die Atmung und fördert die Verdauung.

  • Das Zwerchfell, unser Hauptatemmuskel, kann seine Funktion besser ausüben.

  • Ermöglicht die korrekte Postion der Zunge: Die Zungenspitze berührt leicht die vorderen Zähne, die Zunge liegt entspannt am Gaumen und die Lippen sind geschlossen.

  • Reduziert die Wahrscheinlichkeit von Schnarchen und Schlafapnoe

  • Verbessert die Schlafqualität

  • Erleichtert das Einatmen von Stickstoffmonoxid.


Stickstoffmonoxid (NO): Warum Nasenatmung dein Immunsystem stärkt


Stickstoffmonoxid wird in den Nasennebenhöhlen produziert.

Es öffnet die Atemwege und die Blutgefäße. Stickstoffmonoxid wirkt anti-viral und anti-bakteriell und hemmt das Wachstum von Krankheitserregern. Dadurch hilft es bei Erkältungen, Grippe und Heuschnupfen.

Langsame Nasenatmung produziert 6x mehr NO als Mundatmung. Über die Einatmung durch die Nase gelangt dieses Molekül in unseren Körper und kann dort seine Wirkung entfalten.


So trainierst du deine Nasenatmung: 6 praktische Tipps


  • Schaffe dir ein Bewusstsein darüber, wie du im Alltag atmest. Denn nur was dir bewusst ist, kannst du auch verändern.

  • 24/7 durch die Nase atmen - Ausnahme: Essen und Sprechen.

  • Nasenatmung beim Gehen und Sport (mindestens 80 % der Sporteinheit solltest du durch die Nase atmen).

  • Nasenlocherweiterung / Nasentapes: Sie können helfen, den Luftstrom durch die Nase zu verbessern. Das kann am Anfang sehr hilfreich sein, gerade dann, wenn du nur schlecht Luft durch die Nase bekommst.

  • Tägliche Atempraxis

  • Deine Nase macht immer wieder zu und du bekommst nur schlecht Luft? Dann empfehle ich dir mehrmals täglich die Übung zur Nase frei machen. Hier findest du die genaue Anleitung.

Wichtig: Wenn jemand es schafft, nur zwei Minuten bewusst durch die Nase zu atmen, kann die Person lernen für den Rest des Lebens durch die Nase zu atmen. Der Weg dorthin führt über eine tägliche Atemroutine und regelmäßiges Üben.


So funktioniert gesunde Atmung: 5 Merkmale einer funktionellen Atmung


  • Nasenatmung

  • Langsame Atemfrequenz (10-16 Atemzüge pro Minute)

  • Bauchzwerchfellatmung (die unteren Rippen dehnen sich bei der Einatmung aus und sinken bei der Ausatmung wieder nach innen)

  • Der Atem ist sanft, ruhig und nicht hörbar

  • Der Atem fließt gleichmäßig ein und aus


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